Was essen Veganer – Model Diät Vegan – Vegan Blog

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Was essen Veganer? Model Diät Vegan

Tja, was essen eigentlich Veganer? „Gras und Steine“, das ist die ironische Antwort, die Veganer mitunter gerne mal geben.
Vielen Menschen fällt es tatsächlich schwer, es sich vorzustellen, was man noch essen kann, wenn man alles Tierische weglässt. Kein Fleisch, keine Wurst – okay, das mag ja noch ansatzweise nachvollziehbar und vorstellbar sein. Aber dann auch noch Milch, Käse, Butter weglassen? Was bleibt da noch übrig – oder, die Standardfrage, die das nach sich zieht: „Was kann man denn da noch essen?“

Macht der Gewohnheit

Eigentlich ist es ja fast traurig, dass die Vorstellungskraft nicht so weit reicht, sich auch ein Essen ohne Tier (qual) Produkte vorstellen zu können. Aber es ist auch nicht wirklich verwunderlich: schließlich liegt bei fast allen von uns wenn schon nicht Fleisch, dann aber doch zumindest irgendetwas anderes tierischen Ursprungs auf dem Teller. Geht man in Restaurants, kann es durchaus sein, dass es vielleicht ein oder zwei vegetarische Gerichte gibt, vegan aber wird oftmals schwierig.
Kurzum: Wir sind es hier in der westlichen Welt einfach nicht anders gewohnt. Gerade in den letzten Jahren hat der Konsum an tierischen Lebensmitteln sogar nochmal deutlich zugelegt. Und wer Vegetarier ist, mal ehrlich, der konsumiert oftmals besonders viele Milchprodukte.

Blick in andere Länder und Kontinente

Dabei ist es gar nicht so schwierig. In sehr vielen anderen Ländern der Welt, vor allem in den ärmeren, ist es gang und gebe, Pflanzen zum Hauptnahrungsmittel zu machen. Reis und Kartoffeln bilden den Grundstock und werden kombiniert mit Hülsenfrüchten und Gemüse. Bei uns hier scheint man es hingegen fast verlernt zu haben, mit so einfachen Mitteln etwas Tolles zu zaubern.

Gemüse und Obst in Hülle und Fülle

Wir leben heute und hier in einem dermaßen großen Überfluss, dass wir Fleisch und andere Tierprodukte tatsächlich nicht mehr brauchen. Man geht davon aus, dass uns über 100 verschiedene Gemüsesorten zur Verfügung stehen, mit Obst sieht es ganz ähnlich aus. Wieso also nicht gerade hier beherzt zugreifen und täglich die ohnehin empfohlene Menge von 5 Gemüse- und Obstportionen auch einhalten? Außerdem lohnt es sich immer auch, einmal eine neue Gemüsesorte auszuprobieren. Oder es einfach anders zuzubereiten, als man es bisher kannte. So einige Rosenkohlhasser sind letzten Endes doch noch auf den Geschmack gekommen, weil Rosenkohl – richtig zubereitet – wirklich besser schmeckt als mit der klassischen Mehlschwitze, wie man ihn früher immer serviert hat.

Getreide, Kartoffeln & Co.

Wer behauptet, er habe noch niemals in seinem Leben vegan gegessen, der denkt einfach nicht richtig nach. Denn selbstverständlich haben wohl alle schon mal eine Portion Pommes gegessen oder Spaghetti mit Tomatensoße. Und wer meint, man werde von Obst und Gemüse nicht satt – das mag vielleicht zutreffen, aber die auch die Auswahl an Getreide ist so groß, dass garantiert keine Langeweile aufkommt und sich ein Sättigungsgrad definitiv einstellt. Da Getreide vegan ist, können Veganer die meisten Brotsorten essen (die ohne Milch und Ei), fast alle Nudelsorten, dazu verschiedene Arten von Reis und Kartoffeln. Zum Beispiel sind Süßkartoffeln eine willkommene Abwechslung zu den normalen Kartoffeln.
Außerdem wagen Veganer erfahrungsgemäß öfter mal Experimente: Bulgur, Quinoa, Amaranth, Hirse, Buchweizen… Warum nicht? Vor allem die so genannten Pseudogetreidesorten sind ausgesprochen gesund. Welcher Allesesser kann von sich behaupten, dies regelmäßig zu verzehren? Klar, er könnte das natürlich tun, Fakt ist aber, dass die meisten Fleischesser eben an ihren liebgewonnen Gewohnheiten festhalten und nicht über den Tellerrand hinausblicken. Fleisch mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis und vielleicht ein wenig Gemüse – das ist das Höchste der Gefühle.

Nüsse, Sämereien

Ok, Nüsse und Sämereien alleine machen natürlich auch nicht satt. Aber man kann sie ja auch anders in die vegane Küche einbauen als sie einfach nur pur zu essen. Denn aus Nüssen lassen sich ganz hervorragend superleckere Sahnesoßen herstellen. Dafür werden einfach Nüsse nach Wahl – am besten sind in dem Fall Cashews – mit Wasser im Mixer gemixt, nach Bedarf ein wenig Salz oder Knoblauch oder Rapsöl hinzugeben, fertig ist eine super cremige Sahnesoße, die einer aus Kuhmilch in nichts nachsteht. Aus Nüssen lässt sich sogar mit ein bisschen Geduld und Geschick Käse herstellen!
Oder man verwendet die Nüsse einfach klassisch, nämlich indem man sie über das Müsli, den Salat oder das fertige Essen streut. Und natürlich haben Veganer oftmals nicht nur Cashewnüsse und Mandeln im Schrank, sondern darüber hinaus Walnüsse, Paranüsse, Paranüsse, Pinienkerne, Hanfsamen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne… nicht, dass noch jemand auf die Idee kommen könnte, vegan wäre langweilig.

Die allgemeine Vorstellung davon, was Veganer so essen

Hartnäckig hält sich immer noch die Vorstellung, dass vegan essen einfach nur ungesund ist. Warum? Weil fast jeder per se annimmt, dass Veganer sich die ganze Zeit mit irgendwelchen Ersatzprodukten vollstopfen. Es mag zwar sicherlich zutreffen, dass es den einen oder anderen Veganer gibt, der das tatsächlich so macht, es ist aber sicher eher die Ausnahme. Ob man nun Ersatzprodukte braucht oder nicht, das sei mal dahingestellt, allerdings ist es für viele Veganer eine leckere Abwechslung und eine echte Alternative zu Fleisch – warum auch nicht? Hat er doch nicht etwa deswegen aufgehört, Fleisch zu essen, weil es ihm nicht schmeckt, sondern vielmehr weil andere zahlreiche Gründe dagegen sprechen.
Also: einige Veganer essen sicherlich auch ab und an mal ein Fleisch- oder Käseersatzprodukt, gerne auch mal Tofu, aber es macht sicherlich nicht den Großteil der Ernährung aus. Aber es bereichert die Ernährung vielleicht ein stückweit.
Außerdem vergessen Kritiker ganz gerne mal, dass unser Grundnahrungsmittel wie Reis, Getreide und Kartoffeln ohnehin vegan sind.

Süßigkeiten vegan?

Kann man als Veganer eigentlich noch Süßigkeiten essen? Aber klar doch! Zwar bleiben ca. 90% der Süßwaren, die im Handel angeboten werden, tatsächlich im Regal liegen, aber die Auswahl an veganen Süßigkeiten ist mittlerweile enorm. Sogar Milchschokolade (aus Reismilch) oder Schokoriegel gibt es in so großer Auswahl, dass auch „süße“ Veganer sich überhaupt keine Sorgen machen müssen.

Übrigens kann man allem auch etwas Positives abgewinnen. Manch einer empfindet es nämlich tatsächlich als Befreiung, im Supermarkt nicht mehr unter 65, sondern nur noch unter 4 verschiedenen Tafeln Schokolade auswählen zu können. Ganze Regalreihen kann man beim Einkaufen einfach links liegen lassen! Und trotzdem gibt es immer noch sie unendlich viel Leckeres was ganz ohne Tierleid auskommt – das hat doch was, oder?

Du siehst also: Veganer könne oder besser wollen zwar tatsächlich vieles nicht essen, es gibt aber so unendlich viele andere, vegane Produkte, die sie stattdessen essen können, dass garantiert keine Langeweile aufkommt. Und die gute Nachricht: Es werden täglich mehr. Nicht nur Produkte, sondern auch Veganer.

Vorteile vegan zu essen

„Vegetarisch das geht ja noch! Aber vegan? Ist das überhaupt gesund?“ „Aber da fehlen dir doch wichtige Proteine/ Eisen/ Vitamin B12/Kalzium“. „Veganer sind schwach, blass und sehen ständig mangelernährt aus“. „Ich habe letztens im Fernsehen gehört/in der Zeitung gelesen, dass vegan total ungesund ist“. Solche oder so ähnliche Sprüche – das hat sich vermutlich jeder Veganer schon mal anhören müssen. Und zugegebenermaßen braucht man so einiges an Nerven, um hier standhaft zu bleiben. Ist da womöglich doch etwas Wahres dran? Dass vegan sein ungesund ist? In den Medien wird ja immer wieder davon berichtet, dass diese Ernährung nicht unbedingt zu empfohlen ist. Ja was denn nun?

Ist vegan gesund? Aber klar doch – richtig gemacht schon

Wer vegan isst und sich ausschließlich von Junk Food ernährt, lebt nicht gesund – das steht wohl außer Frage. Viele Veganer aber setzen sich mit ihrer Ernährung sehr wohl und auch sehr intensiv auseinander. Das heißt, sie wissen ganz genau, worauf sie achten müssen und was wichtig ist. Das klingt allerdings ein wenig stressig – ständig darauf achten, auch ja alle Nährstoffe zu sich zu nehmen? Keine Sorge, das muss man auch nicht. Denn mal ehrlich, welcher Fleischesser würde das schon tun? Man geht erstaunlicherweise immer einfach mal davon aus, dass es gesünder isst, wenn der Mensch „alles“ isst. Schaut man genauer hin, essen Allesesser aber eben nicht alles. Vor allem essen sie in den allermeisten Fällen viel zu wenig Gemüse, Obst und andere gesunde Dinge. Mal ganz davon abgehen, dass in Fleisch viele schädliche Stoffe stecken, von Antibiotika über Hormone bis hin zu multiresistenten Keimen, außerdem steht es im Verdacht, an verschiedenen Krankheiten beteiligt zu sein.
Isst man als Kind kein Obst und Gemüse, heißt es „iss mehr davon!“ Isst man dann als Veganer viel Obst und Gemüse heißt es „du lebst ungesund“. Ist das nicht paradox?
Also: Eine vegane Ernährung kann sich durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken. Viele Menschen berichten, dass es ihnen deutlich besser geht ohne tierische Produkte.

Fitness

Gerade an dem Vorurteil „Veganer sind kraftlos, schwächlich, ihnen fehlen die Proteine und somit auch die Muckis“ ist absolut nichts dran. Ganz im Gegenteil. Es gibt nämlich schon einen ganze Reihe an prominenten Sportlern, die alles Tierische bewusst von ihrem Teller verbannt haben und dennoch enorme sportliche Höchstleistungen bringen. Es gibt sogar schon vereinzelt Fußball- und andere Sportmannschaften, die teilweise auf den Verzehr tierischer Produkte verzichten. Wer kennt es nicht, das so genannte „Schnitzel-Koma“? Und dieser Begriff kommt nicht von ungefähr. Nach einem dekadenten Essen mit viel Fleisch und/oder Käse fühlen wir uns einfach nur elend und verlangen danach nach einem Schnaps. Essen wir stattdessen die gleich Menge, aber in Form von Reis und Gemüse, wird es uns deutlich besser gehen. Zu viele tierische Fette belasten nämlich unseren Organismus.
Körperliche Fitness und gute sportliche Leistungen sind also durchaus auch ganz ohne Tierisches möglich. Viele Menschen fühlen sich sogar nach der Umstellung tatsächlich noch fitter als vorher und entwickeln einen regelrechten Bewegungsdrang.

Die Haut

Dass Milch möglicherweise für verschiedene Hautprobleme verantwortlich sein könnte, ist keine Neuigkeit mehr. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, einmal gänzlich auf Milchprodukte zu verzichten, wenn man an Akne, Hautunreinheiten, Mitessern oder allgemein an Pickeln leidet. Bei vielen Menschen stellt sich nach einiger Zeit tatsächlich eine Besserung ein. Allerdings kann das etwas dauern: 3 Monate solltest du dir schon Zeit geben, um wirklich abschätzen zu können, ob die Haut besser wird oder nicht.
Sogar andere Hautprobleme können durch eine vegane Ernährung positiv beeinflusst werden. Einige Menschen, die unter Neurodermitis oder unter Schuppenflechte leiden, können mit einer Ernährungsumstellung tatsächlich echte Erfolge verbuchen.
Eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht. Aber gerade, wer an Hautproblemen leidet, sollte diese Möglichkeit unbedingt mal in Betracht ziehen.

Das Gewicht

Auch das ist für viele ein wichtiger Aspekt. Veganer – ja, sogar Vegetarier – sind oftmals im Durchschnitt dünner als Allesesser. Was bar keinesfalls heißen soll, dass Veganer immer als unterernährte, bleiche und schwächliche Personen auftreten! Es gibt natürlich auch übergewichtige Veganer und schlanke Allesesser. Dennoch: dünner sind Veganer vermutlich deswegen, weil sie generell mehr auf ihre Ernährung achten. Sehr viele fettige Dinge fallen weg, hinzu kommt, dass Veganer oftmals auch mehr Sport treiben, einfach deswegen, weil sie generell mehr Wert legen auf ein gesundes Leben. Auch im hohen Alter scheint es einfacher zu sein, das Gewicht zu halten, wenn man sich vegan ernährt. Das ist insofern ein Vorteil, als dass das Schlanksein auch aus medizinischer Sicht Vorteile hat. Übergewicht ist nicht gesund und bringt oft diverse andere Krankheiten mit sich.
Aber wie gesagt: der Umkehrschluss gilt nicht – vegan essen bedeutet nicht automatisch schlank sein. Denn auch für Veganer gibt es mehr als genug superleckere Lebensmittel, die Gift für die Figur sind: vegane Schokolade und andere Süßigkeiten, Mahlzeiten mit viel pflanzlichem Fett wie Olivenöl oder Kokosfett, Chips, Pommes, Zucker…

Wer seine Ernährung auf vegan umstellt und dabei nicht nur Fastfood und Ungesundes isst, wird es in aller Regel bestätigen können: Mit veganer Ernährung fühlt man sich fitter und rundum pudelwohl.

Du willst vegan essen? Tipps für die Umstellung

Du hast dich entschieden, vegan zu werden? Prima! Eine tolle und sinnvolle Entscheidung, die nicht nur auf dich und deine Gesundheit, sondern auch auf deine Umwelt positive Auswirkungen haben wird. Nur: Wie genau stellt man das am besten an? Am Anfang steht man meistens vor einem schier unüberschaubaren Berg. Wie soll das nur werden? Wo soll ich anfangen?

Umweg über den Vegetarismus

Jeder Mensch ist anders. Während die einen berichten, sie haben von heute auf morgen von „normal“ auf vegan umgestellt, dauert es bei anderen Wochen, Monate, ja sogar Jahre, bis sie wirklich da sind, wie sie hinwollten. Wie es für dich am besten ist, das musst du selbst wissen und entscheiden. Wenn du Normalesser bist, ist es vielleicht tatsächlich gar nicht so einfach, von jetzt auf nachher auf vegan umzustellen. Machbar ist es natürlich – aber du musst dich ganz schön ausgiebig informieren. Schade wäre es nämlich, wenn du dann scheiterst, weil du vielleicht mangels an Wissen oder Informationen doch zu langweilig oder einseitig isst.
Deswegen ist manchmal der Umweg über das vegetarische Essen eine gute Idee. Streiche also zuerst Fleisch, Wurst und Fisch von deinem Teller. Das wäre mal der erste große Schritt und wenn du den geschafft hast, dann kannst du die nächste „Etappe“ angehen.

Information ist alles!

Gerade beim veganen Essen gilt: wer informiert ist, hat es deutlich einfacher! Das fängt damit an, dass sich wohl alle, die vegan wurden, irgendwann einmal spezielle Dokumentationen angesehen haben über Massentierhaltung, über die Gewinnung von Milch und Käse, über angebliche Bio-Bauern oder über das schmutzige Nebengeschäft bei der Eierproduktion, das Schreddern von Küken. Okay, nicht jeder verkraftet diese Bilder ganz locker, Tatsache ist aber: je mehr man sich informiert, desto weniger kann man sich – den anderen und sich selber gegenüber – in Ausreden verstricken. Irgendwann ist es einfach klar und offensichtlich, dass die Produktion von Tierprodukten fast zwingend mit Qual und Leid einhergeht. Und was man mit eigenen Augen gesehen hat, bleibt mehr hängen, als was man einem irgendwann mal jemand erzählt hat.
Und dann ist natürlich die Information über den Gesundheitsaspekt wichtig. Wenn du erst mal weißt, welche negativen Auswirken Fleisch, Milch & Co. auf dich haben können, wird es ebenfalls einfacher, diese Entscheidung auch durchzusetzen.

Tausche dich in Foren aus!

Da man in der Regel im echten Leben nur wenige Veganer kennt, mit denen man sich austauschen kann (ganz im Gegenteil, meistens kennt man leider nur Kritiker), ist es sinnvoll, wenn du dich z.B. in Facebook einer Gruppe anschließt und dich dort austauschst. Dort kannst du Fragen stellen, die dir unter den Nägeln brennen und erhältst nicht nur mentale Unterstützung, sondern auch jeder Menge Anregungen für leckere Rezepte oder Produkte. Du bist unter Gleichgesinnten und musst keine Angst haben, für irgendetwas blöd angeschaut zu werden.

Kochbücher kaufen

Es gibt einige vegane Kochbücher auf dem Markt, die auch für Anfänger bestens geeignet sind. Hier kommt der Koch ohne exotische Zutaten aus und alle Rezepte werden aus Zutaten gekocht, die man meistens sowieso zuhause hat. Außerdem sind die Rezepte nicht aufwendig und im Idealfall wird auch nicht dauernd Soja oder ein anderes Ersatzprodukt verwendet. Schau dich am besten mal im Buchhandel oder im Internet um – für vegane Kochanfänger gibt es genauso viele gute Kochbücher wie für versierte Köche. Immerhin hat sich die Anzahl der Kochbücher in den letzten Jahren verzehnfacht!

Eins nach dem anderen!

Wie bereits oben erwähnt, kannst du entweder von heute auf morgen den Hebel umlegen und auf vegan umstellen. Wenn du das so schaffst, umso besser. Ansonsten gehe es Schritt für Schritt an! Was genau gilt es zu ersetzen? Zum Beispiel Sahne. Kaufe keine Kuhsahne mehr, sondern verwende von nun an pflanzliche Sahne, z.B. Hafer-, Soja- oder Reissahne. Gerade beim Kochen lässt sich hier kaum ein Unterschied feststellen. Dann die Milch: je nachdem, wofür du sie verwendest, gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an Pflanzenmilch: von Hafer über Dinkel und Reis bin hin zu Mandel oder Soja. Was nun genau wozu am besten schmeckt, dass kannst nur du selber herausfinden. Probiere dich durch!
Butter lässt sich prima durch Alsan ersetzen. Für Eier kannst du beim Backen ersatzweise Bananen, Leinsamen oder Sojamehl verwenden. Hierfür gibt es im Internet ganze Listen.
Am schwersten fällt vielen Menschen nach wie vor der Käse. Käse hat einen süchtig machenden Inhaltstoff, nämlich das Casein. Insofern also kein Wunder, dass genau das die größte Hürde darstellt. Aber Geduld! Die Gelüste nach Käse gehen vorbei. Du wirst als Veganer lernen, anders zu kochen und deswegen musst du Käse gar nicht zwingend ersetzen – viele Gerichte schmecken nämlich auch ohne ganz wunderbar.
Ansonsten kannst du dich auch hier durch die riesige Palette an Ersatzprodukten futtern – von veganem Frischkäse gibt es zum Beispiel schon einige wirklich ausgesprochen leckere Sorten. Es muss übrigens gar nicht immer ein „Ersatzprodukt“ sein: auch aus Cashewnüssen oder Tofu lassen sich prima käse-ähnliche Dinge herstellen.

Mut zu Neuem!

Dieser Tipp ist einer der wichtigsten, wenn du auf vegan umstellen willst. Sei mutig und teste auch mal Neues! Sicherlich wird das eine oder andere Mal etwas dabei sein, was du nicht magst, aber das konnte schließlich vorher auch schon mal passieren, oder? Wer Veganer ist, schaut über den Tellerrand und ist bereit, auch mal andere Wege einzuschlagen. Du musst also auf jeden Fall die Bereitschaft mitbringen, die gewohnten Pfade zu verlassen und immer offen sein für Neues. Nur so wirst du die ganze Bandbreite an Lebensmitteln entdecken, die sich dir als Veganer bietet. Du wirst sehen: Bist du erst mal eine Weile Veganer, wirst du bekräftigen, dass du noch nie ein deinem Leben so abwechslungsreich gegessen hast wie jetzt.

Nicht drausbringen lassen!

Als Veganer hat man es in der Gesellschaft leider immer noch nicht immer einfach. Die Akzeptanz ist noch nicht besonders hoch, allerdings ist das auch abhängig davon, welcher Altersgruppe und welchem Umfeld du angehörst. Je älter du bist, desto schwieriger ist es meistens. Wenn ein 70-jähriger sich entschließt, vegan zu werden, wird er vermutlich auf mehr Gegenwind stoßen, als wenn sich ein 17-jähriger dies beschließt. In jedem Fall ist es nicht verkehrt, ein bisschen Selbstbewusstsein mitzubringen und auf kritische Fragen ein paar sinnvolle Antworten parat zu haben. Ansonsten gilt: Lass dich nicht unterkriegen! Vor zehn Jahren war die Zahl der Veganer in Deutschland nur einen Bruchteil von dem, was sie jetzt ist. Das, was du tust, ist gut für dich, gut für die Umwelt und gut für die Tiere. Du musst dich dafür auch nicht rechtfertigen. Du kannst essen, was du willst. Keiner kann und sollte dir das vorscheiben. Vor allem in dem Fall, denn mit deinem veganen Essen sorgst du ja unter andrem dafür, dass kein Tier für dich leidet. Das ist löblich und keineswegs radikal, extrem oder spinnig.

Ausnahmen? Wie und wann?

Sicherlich kommt es am Anfang öfter mal vor, dass du die eine oder andre Ausnahme machst, sei es nun bewusst der unbewusst. Das ist kein Beinbruch! Und garantiert passiert das jedem Veganer immer mal wieder, zumindest unwissentlich. Kein Mensch ist perfekt! Wenn du eingeladen bist und auf das leckere Pizzastück mit Käse obendrauf nicht verzichten kannst – dann iss es einfach. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, zu dem du es nämlich gar nicht mehr willst. In welchem Umfang und in welchem Rahmen du vegan bist, das entschiedest du selber – je weniger Tierprodukte du isst, desto besser, das ist schon mal klar. Aber wenn du nun von Omas Kuchen mit Eiern ein Stück isst, geht davon die Welt nicht unter. Jeder muss ein persönliches Maß für sich finden. Manchmal ist es auch ein guter Übergang, wenn du zuhause nur noch vegan isst, da ist es schließlich am einfachsten und einfach überhaupt keine Tierprodukte mehr kaufst. Unterwegs machst du es so, wie es am besten für dich passt. Der Rest kommt dann nach und nach.

Prüfe immer die Inhaltsstoffe, bevor du etwas kaufst!

Als Veganer wirst du mit einem ganz neuen Bewusstsein einkaufen gehen. Wusstest du zum Beispiel, dass in vielen Chips Sorten Milch ist? Und doch einigen Nudeln Ei steckt? Und dass nur wenige Süßigkeiten von Haus aus vegan sind? Oder das sich hinter dem Begriff „natürliche Aromen“ durchaus auch etwas Tierisches verbergen kann?
Dir bleibt also in ihn ersten Zeit gar nichts anderes übrig, als immer und immer wieder die Zutatenliste der Produkte genauestens zu studieren. Anstrengend? Kommt darauf an. Siehe es doch mal so: ist es nicht eigentlich grundsätzlich interessant, zu wissen, was genau man isst? Eben. Ist tierisches drin? – weg damit. Du findest garantiert einen veganen Ersatz dafür, wenn auch vielleicht nicht sofort.

Warum keine Milch und keinen Käse..? Die Kuh gibt doch sowieso Milch?

Als Veganer isst man keine tierischen Produkte, demzufolge auch keinen Käse und keine Milch. Aber warum eigentlich? Veganer wollen ja vor allem nicht für Tierleid verantwortlich sein. Wie ist das beim Käse? Gibt die Kuh nicht sowieso Milch?

Warum Kühe nicht sowieso Milch geben

Einerseits hört sich die Frage sogar recht logisch an. Die Kuh gibt doch ohnehin Milch, was ist das jetzt Verwerflich dran, wenn der Mensch diese einfach für sich nimmt und konsumiert? Leider ist es eben nicht so, wie es meistens in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Kühe geben nämlich „einfach so“ ganz sicher reine Milch. Wieso auch? Kühe sind Säugetiere, so wie wir Menschen auch. Geben Frauen einfach so Milch? Nein, das tun sie natürlich nicht. Sie geben genau dann Milch, wenn sie ein Baby bekommen haben. Die Milchproduktion wird nur dadurch aufrechterhalten, dass das Baby immer wieder an der Brustwarze saugt. Und bei einer Kuh ist das nicht viel anders. Ohne Kalb keine Milch – so einfach ist das. Da aber Milchkühe eben dafür bestimmt wurden, Milch zu geben und dies nicht eben mal so von alleine tun, bleibt nichts andere übrig, als der Natur ein bisschen „nachzuhelfen“, vorsichtig ausgedrückt. Milchkühe werden nämlich genau deswegen einmal jährlich künstlich besamt, so dass sie immer und immer wieder ein Kalb bekommen. Denn ansonsten würde der Milchfluss irgendwann mal versiegen – und das will der Mensch, der auf die Milch erpicht ist, natürlich vermeiden.

Was bedeutet das für Kuh und Kalb?

Nichts Gutes. In jeglicher Hinsicht. Denn da die Milch ja für den Menschen gedacht ist, kann es nicht angehen, dass sie vom Kalb getrunken wird (dem es eigentlich zusteht). Wo kämen wir denn da hin? Die Kuh soll schließlich lukrativ sein. Also wird die Kuh geschwängert, bekommt ihr Kalb und dieses wird ihr unmittelbar nach der Geburt wieder weggenommen – nicht, dass Kalb und Kuh womöglich noch eine Mutter-Kind Bindung zueinander aufbauen. Die aber besteht natürlich auch schon nach der Geburt. Das Kalb ist da und die Mutter hat den Instinkt, es abzulecken und zu säugen. Das ist aber nicht möglich, weil das Kalb ihr zu dem Zeitpunkt bereits weggenommen wurde. Bauern berichten, dass die Trennungsschreie dann am lautesten sind, wenn man Kalb und Mutter erst später trennt. Dann also lieber gleich. Dennoch bleibt der Trennungsschmerz natürlich für beide Parteien nicht aus. Wer einmal ein Baby bekommen hat, an sich vielleicht andeutungsweise vorstellen, welchen Seelenschmerz das bei den Tieren verursacht. Aber das ist dem Menschen, der gerne Milch trinkt, ja eher egal. Und damit der Milchfluss nicht möglicherweise abebbt, wird die Kuh recht schnell nach der Geburt gleich wieder befruchtet. In ihrem erbärmlichen Leben muss eine Milchkuh meistens fünfmal einem Baby austragen, was natürlich extrem an ihren Kräften zehrt. danach ist sie als Milchkuh ausgelaugt und unbrauchbar. Sie wird „entsorgt“. Mit gerade mal 5 Jahren, obwohl sie normalerweise eine Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren hätte.
Wer mal Kuh und Kalb gehört hat wie sie nacheinander rufen, der wird genau wissen, wie schlimm dieser Trennungsschmerz für die Tiere sein muss.

Und das Kalb?

Das Kalb darf die Milch, die für es bestimmt ist, nicht trinken. Es wird der Mutter weggenommen und in ein enges Kälberzelt gesteckt. Statt der Milch bekommt es ein billiges Ersatzfutter, damit es schnell wächst. Es wird vom Tageslicht abgeschirmt, da es nur dann das begehrte weiße Fleisch behält. Würde es auf der Wiese stehen, würde sich auch das Fleisch verfärben und genau das ist nicht gewollt. Ist es ein weibliches Kalb, wartet auf es das gleiche Schicksal wie das seiner Mutter, ist es ein männliches Kalb, kommt es auf die Schlachtbank. So einfach ist das.

Das Leben als Milchkuh
Dass also Milchkühe nicht gerade ein erquickliches Leben haben, liegt auf der Hand. Sie sind einfach nur Hochleistungsmaschinen, völlig überzüchtet mit dem einzigen Hintergrundgedanken, möglichst viel Milch zu geben. Die Folgen sind unter anderem entzündete, riesige Euter, Schmerzen und Probleme mit den Gelenken etc. Die wenigsten kommen in den Genuss, auch ab und zu mal ans Tageslicht zu dürfen. Kühe aus Massentierhaltung dürfen das natürlich sowieso nie.

Die Qualität der Milch

Dass die Qualität der Milch dabei im Zweifelsfall nur leiden kann, liegt auf der Hand. Denn gerade Kühe aus Massentierhaltung bekommen schnell mal eine Fuhre Antibiotika verpasst, wenn der Euter entzündet ist – schließlich soll die Milchproduktion nicht etwa einbrechen. Nicht selten wird von eitrigen, blutigen Eutern berichtet.
Außerdem bedeutet die Tatsache, dass die Kuh quasi dauerschwanger ist, zugleich auch, dass sich in der Milch ständig Schwangerschaftshormone befinden. Und genau diese Milch soll man trinken bzw. den Käse essen? Guten Appetit…

Wie sieht es aus mit glücklichen Kühen?
Viele argumentieren, dass man Käse, der von glücklichen Kühen zum Beispiel aus dem Allgäu kommt, dann aber doch bedenkenlos essen könne. Leider stimmt auch das nicht. Es mag zwar sein, dass beim einen oder anderen Bauer die Kälber kurzzeitig bei der Mama bleiben dürfen. Aber auch dort werden sie irgendwann von ihr getrennt – denn schließlich will der Bauer ja auch etwas damit verdienen. Wenn das Kalb aber die Milch wegtrinkt, ist der Verdienst viel zu gering. Dann könnte der Bauer es vielleicht als Hobby betreiben – aber mal ehrlich, wer macht das schon? Immer dann, wenn Profit dabei rausspringen soll, muss man also davon ausgehen, dass es zu Lasten der Tiere geht. Anders ist es nämlich quasi nicht möglich. Und auch die Vorstellung, dass das Kalb munter weitertrinken darf und der Mensch eben noch ein ganz kleines bisschen für sich abzwackt, ist nicht umsetzbar. Zumindest nicht in dem Umfang, in dem wir in der restlichen Welt Milchprodukte konsumieren.

Du siehst also: hinter dem oberflächlich so „normal“ erscheinenden Geschäft mit der Milch versteckt sich in Wirklichkeit eine gnadenlose Industrie, bei der das Tierwohl so ziemlich an letzter Stelle steht. Will man es also nicht unterstützen, dass Kuh und Kalb gequält und geschlachtet werden, bleibt nur eins: auf Milchprodukte zu verzichten.

Weg von der Kuh- hin zur Pflanzenmilch

Dass Kuhmilch ungeheure gesund ist, haben viele von uns – leider – von Kindesbeinen an eingeimpft bekommen. Mittlerweile jedoch gibt es mehr als genügend Hinweise dafür, dass dem womöglich nicht so ist, mehr noch: dass der Konsum von Kuhmilch sogar möglicherweise negative gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen könnte.
Schwierig ist der Umstieg vor allem deswegen, weil der Mensch eben einfach ein Gewohnheitstier ist. Wir sind es gewöhnt, morgens das Müsli mit Milch zu essen, wir sind es gewöhnt, den Kaffee oder Kakao mit Milch zu trinken, wir machen Milchshakes, Nachspeisen und so weiter. Dabei wäre es so so einfach, die Milch durch eine pflanzliche Alternative zu ersetzen!

Pflanzliche Milch – was steckt drin?

Die Läden bieten mittlerweile eine wirklich erstaunliche Menge an Pflanzendrinks an. Ganz sicher sollte hier für jeden Geschmack etwas dabei sein. Sogar Discounter haben mitgezogen und ein paar wenige Sorten im Sortiment. Im Handel gibt es mittlerweile Hafer-, Mandel-, Reis-, Soja-, Dinkel-, Amaranth-, Kokos-, Buchweizendrink und Mischungen davon. Der Kritiker kontert gleich mit „aber was da alles drin steckt!“ Das kann in Ausnahmefällen richtig sein, ist aber nicht die Regel. In vielen Pflanzendrinks steckt nämlich nur das jeweilige Getreide plus Wasser, Öl und manchmal noch ein wenig Salz. In anderen Sorten ist zusätzlich Zucker enthalten, manchmal aber auch noch andere Zusatzstoffe wie Aromen etc. Es gibt also durchaus Pflanzendrinks, die ausschließlich gesunde und natürliche Zutaten beinhalten. Im Vergleich dazu sollte man aber immer im Auge behalten, dass auch die Milch nicht mehr das Naturprodukt ist, was wir uns gerne darunter vorstellen.

Pflanzendrinks schmecken nicht gut?

Ohnehin ist alles grundsätzlich Geschmackssache. Was dem einen überhaupt nicht schmeckt, ist für den anderen extrem lecker. Gerade am Anfang ist es oft wirklich schwierig, den auf Kuhmilch getrimmten Geschmack umzugewöhnen. Vor allem Sojamilch ist nun wirklich nicht jedermanns Sache, wobei es auch hier deutliche Unterschiede gibt. Normale Sojamilch schmeckt sehr bohnig, die light-Varianten schneiden da oftmals besser ab.

Auf jeden Fall muss sich dein Geschmack möglicherweise erst von der Kühnlich entwöhnen. Hast du dann mal eine gewisse Zeit lang keine „echte“ Milch mehr getrunken, kann es dir passieren, dass du, wenn du z.B. versehentlich einen Cappuccino mit Milch probierst, es einfach nur noch eklig findest. Prima! Dann hast du es „geschafft“. Und genau so wird es für sich am Anfang vielleicht ziemlich gewöhnungsbedürftig sein Pflanzenmilch zu trinken. Du brauchst also auch hier ein wenig Geduld.

Welche Sorte wofür?

Welche Sorte dir nun am besten schmeckt, das fdenst du am besten selbst heraus. Da gehen nämlich die Geschmäcker ganz schön auseinander. Und wenn die Hafermilch vom Hersteller A nicht schmeckt, muss das noch nicht heißen, dass du sie von B auch nicht magst. Auch da gibt es ziemliche Unterschiede. Teste dich am besten einfach durch.

Für das morgendliche Müsli eignen sich eigentlich alle Sorten, da der Drink aufgrund der restlichen Zutaten gar nicht mehr so sehr geschmacklich heraussticht.
Etwas anders sieht es aus beim Kaffee. Hier hat nämlich jeder seine speziellen Vorlieben. Während der eine auf Mandel steht, mag es der andere eher getreidig. Hafermilch ist bei vielen im Kaffee beliebt und oftmals ist es übrigens sowieso reine Geschmackssache. Nach einiger Zeit hat man sich nämlich von der Kuhmilch entwöhnt und findet diese so gar nicht mehr lecker.

Für Milchreis bietet sich Reis- oder Kokosdrink an. Zum Backen können fast alle Sorten verwendet werden. Soll ein herzhaftes Gericht mit etwas Pflanzenmilch angereichert werden, ist es besser, ein Produkt ohne Zucker zu verwenden.

Kakao lässt sich vor allem mit Mandel-, Kokos- oder Hafermilch superlecker herstellen.

In Smoothies kann man eigentlich alle Sorten an Pflanzendrink mischen, ganz nach Lust und Laune. Das macht den Smoothie etwas gehaltvoller und cremiger.

Zur Herstellung von Mayonnaise ist Sojamilch am besten geeignet – sie enthält nämlich, genau wie auch Eier, Lecithin und sorgt dafür, dass die Mayonnaise schön fest wird.

Last but not least gibt es natürlich auch diverse Pflanzendrinksorten, die bereits mit Vanille oder Schokolade aromatisiert sind. Egal, ob pur oder im Kaffee: Probiere einfach aus, was dir davon am besten schmeckt.

Ansonsten gilt auch hier: probieren, probieren, probieren! Glücklicherweise gibt es wirklich so viel Auswahl, dass jeder auf seinen Geschmack kommt – und abwechslungsreicher als immer nur Kuhmilch ist es allemal. Und genau das ist das Tolle: so kannst du deinen Kakao, deinen Kaffee, deinen Matcha oder dein Mix-Getränk nämlich tatsächlich immer wieder ein bisschen anders schmecken lassen. Experimentiere ein wenig herum – wenn du einen Mixer hast, mache dir eisgekühlte Shakes mit Pflanzendrink, Datteln und Früchten, mit Kaffee oder Kakao. Das gleich geht natürlich auch warm – wie schmeckt Schwarztee mit Hafermilch? Wie schmeckt der Chai-Tee, wenn man ihn nicht mit Wasser, sondern mit Pflanzendrink zubereitet?

Ganz klar: Nicht nur beim Essen, sondern auch beim Trinken eröffnen sich dir, wenn du vegan bist, ganz neue Welten.

Wie kann man Käse ersetzen?

Viele Veganer, die man fragt, was eigentlich am schwierigsten war an der Umstellung, geben den Verzicht auf Käse an. Wenn man den ersten Schritt macht und zum Vegetarier wird, verzichtet man auf Fleisch und Wurst. Also ist es naheliegend, das Brot oder das Brötchen stattdessen mit Käse zu belegen. Zudem schmeckt Käse zugegebenermaßen wirklich gut – egal, ob pur, auf dem Brot oder überbacken auf der Pizza oder der Lasagne.
Außerdem beinhaltet Käse einen süchtigmachenden Stoff, nämlich Casein. Möglicherweise könnte es also auch daran liegen, dass wir uns so schwer damit zu tun, Käse ein für alle Mal vom Teller zu verbannen.
Dennoch ist es mittlerweile generell recht einfach geworden, sich auch vom letzten tierischen Produkt endgültig zu trennen. Zum einen braucht es einfach eine gewisse Zeit, bis man die „Sucht“ überwunden hat, zum anderen sind die Möglichkeiten, Käse zu ersetzen, ausgesprochen vielfältig und ständig kommt wieder ein neues Produkt hinzu.

Frischkäse vegan

Gerade beim Frischkäse gibt es mehrere Produkte, die überzeugend echt und vor allem gut schmecken. Welche das sind, ist natürlich vor allem Geschmackssache und wenn du einmal eine Sorte erwischst, welche dir nicht schmeckt dann probiere einfach weiter. Es kann immer mal sein, dass ein veganes Produkt einen nicht vom Hocker haut – dasselbe kann dir aber ja mit einem unveganen Produkt ganz genauso passieren. Frischkäse vegan gibt es mittlerweile in den Sorten Kräuter, getrocknete, Tomate, Paprika, Schnittlauch, Meerrettich, Knoblauch etc. etc.

Außerdem lässt sich Frischkäse in veganer Form recht einfach selber herstellen. Zum Beispiel durch Tofu: du nimmst dazu einen Block Natur Tofu und zerdrückst diesen mit der Gabel. Wenn du einen Mixer hast, noch besser. Dann kommt abgesehen vom Tofu noch etwas Salz, Pfeffer, Kräuter und Zitronensaft in den Mixer, außerdem je nach Geschmack Oliven, getrocknete Tomaten, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln und Olivenöl. Heraus kommt ein Brotaufstrich, der nicht exakt wie Frischkäse, aber immerhin ausgesprochen lecker schmeckt. Oder du probierst den Cashewkäse aus: Dazu weichst du 100 g Cashewnüsse in Wasser ein und gießt danach das Wasser wieder ab. Dann fügst du erneut Wasser, Zitronensaft, Reissahne (oder Soja- oder Hafersahne) plus gehackte Lauchzwiebeln und etwas Salz und Pfeffer hinzu. Auch dieser Aufstrich ist superlecker und kommt dem echten Frischkäse doch schon recht nahe.

Käse zum Überbacken
Käse zum Überbacken sollte nicht nur lecker und herzhaft schmecken, sondern am besten auch noch leicht braun werden und die käsetypischen Fäden ziehen. Aber auch solche Sorten gibt es mittlerweile zur Genüge im Handel. Auch hier gilt: was wirklich gut schmeckt, ist Ansichtssache. Sicherlich gibt es hier einige Produkte, die eher chemisch und völlig unnatürlich schmecken, aber einige davon sind durchaus essbar oder sogar richtig lecker.
Willst du kein Ersatzprodukt verwenden, dann probiere es mal mit der bei Veganern berühmt-berüchtigten veganen Mac Cheese Soße oder mit Hefeschmelz. Die beiden kommen mit völlig natürlichen Inhaltsstoffen aus, die man ohnehin immer im Haus haben sollte und schmecken wirklich richtig gut. Hefeschmelz geht ganz einfach: Zerlasse in einer Pfanne 2 EL Margarine oder Öl und rühre mit einem Schneebesen 2 TL Mehl unter. Jetzt alles mit 150 ml Wasser auffüllen und mit Pfeffer und Salz würzen. Jetzt fehlt noch das Wichtigste: die Hefeflocken. Rühre 4-5 Esslöffel davon unter die Masse – fertig ist der perfekte Hefeschmelz, der sich super zum Überbacken eignet.

Käse am Stück
Der echte Käse-Liebhaber isst natürlich vor allem gerne Käse am Stück. Kein einziger veganer Käse schmeckt derzeit wirklich so authentisch wie ein Allgäuer Bergkäse. Vielleicht sollten sich Veganer auch einfach davon verabschieden, jedes einzelne tierische Produkt völlig überzeugend nachbauen zu wollen, denn es kann einfach nicht immer gelingen. Das heißt dir bleibt nur eines übrig: teste die bislang auf dem Markt vorhandenen Produkte, vielleicht schmecken sie dir ja. Und wenn nicht: versuche dich selber in der Käseherstellung (es gibt dafür einige richtig gute Bücher) oder verabschiede dich einfach endgültig vom Käse. Im Grunde genommen ist die Tatsache, keinen Käse essen zu können, eigentlich ja ein Luxus Problem. Klar schmeckt er gut. Aber es gibt auch 999 andere Lebensmittel, die ebenfalls gut schmecken. Du wirst sehen: nach einiger Zeit fehlt dir der Käse überhaupt nicht mehr, weil du so viele andere, superleckere Dinge stattdessen isst.

Feta
Veganen Feta gibt es ebenfalls auf dem Markt und eigne davon sind durchaus akzeptabel oder sogar sehr lecker. Du kannst es aber auch mal selber probieren: Nimm einen Tofublock und schneide ihn in Würfel. Diese drückst du auf einem Küchentuch gut aus, so dass möglichst viel Flüssigkeit austritt. Dann legst du die Tofu-Würfel in salziges Wasser ein und zwar für 3 Zutage und stellst alles in den Kühlschrank. Jetzt wird das Salzwasser abgegossen und stattdessen reichlich Öl, dazu etwas Zitronensaft, Kauter, Knoblauch und gewürfelte Zwiebeln hinzugefügt. Das lässt du weitere 2 -3 Tage stehen, fertig ist ein sehr leckerer Feta-Ersatz, der sich super zum pur Essen, aber auch für Salate gienet.

Mozzarella
Mozzarella mit Tomaten ist gerade im Sommer ein echter Klassiker. Schon irgendwie schade, wenn dieses simple und leckere Gericht wegfällt. Aber auch hier gibt es würdigen Ersatz. Entweder als Fertigprodukt aus dem Laden oder als Mozzarella aus Flohsamenschalen.

Parmesan
Parmesan ist tatsächlich relativ einfach zu ersetzen: Entweder du greifst auch hier auf ein Fertigprodukt zurück oder du machst dir seinen veganen Parmesan einfach selber. Das geht nämlich wirklich ruckzuck. Du brauchst dafür gemahlene Mandeln oder andere Nüsse (Cashewnüsse, Haselnüsse, Pinienkerne…), in gleicher Menge würzige Hefeflocken und dazu noch einen guten Schwung Kräutersalz. Alles vermischen, fertig. Macht sich einfach super auf Nudelgerichten und sorgt dafür, dass du den Parmesan dabei garantiert nicht vermisst!
Ohnehin sind Hefeflocken ein echtes Allround-Lebensmittel, wenn es darum geht, käsigen Geschmack an ein Gericht zu bekommen. Und gesund sind sie obendrein!

Raclette und Fondue
Gerade in der kalten Jahreszeit taucht immer wieder die Frage auf, wie man eigentlich Raclette- oder Fonduekäse ersetzt. Für Raclettekäse kannst du entweder auch wieder auf ein Fertigprodukt zurückgreifen oder aber die Käsesoße wie oben beschrieben einfach selber machen. Sogar für Fondue gibt es veganen Käse zu kaufen der sich mit ein paar Gewürzen noch wunderbar verfeinern lässt. Oder du machst eine vegane Käsesoße in ausreichender Menge, die du genau wie echten Fonduekäse in einen Topf gibst.

Wie ist das mit Eisen, Kalzium, Proteinen und Vitamin B 12?
Bekommt man als Veganer wirklich ausreichend Vitamine? Die Sorge ist groß, dass eine rein pflanzliche Ernährung vielleicht doch nicht ganz ausreichend sein könnte, wenn es darum geht, sich richtig mit Nährstoffen zu versorgen. Denn, so der allgemein vorherrschende Gedanke: Der Allesesser isst alles und somit am abwechslungsreichsten. Irgendetwas muss da doch fehlen, wenn man die – für die meisten Menschen – gängigsten Lebensmittel weglässt? Ja und nein. Grundsätzlich kann sich ein Veganer genauso ungesund ernähren wie ein Fleischesser. Es gibt genügend vegane, ungesunde Dinge, die wenig bis gar keine Vitamine enthalten.
Aber per se zu behaupten, vegan sie ungesund, ist schlichtweg falsch. Es gibt nämlich fast keine Nährstoffe, die nicht auch in pflanzlicher Form verfügbar wären.
Neuere Studien zeigen, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche vegane Ernährung also durchaus gesund ist – vorausgesetzt, man macht es „richtig“. Aber was heißt das: richtig? Für viele hört sich das ziemlich anstrengend an, in der Annahme, man müsste ständig auf der Hut sein, ob man genug Vitamine abbekommt. Aber „richtig“ machen muss man es natürlich auch, wenn man Fleisch und andere tierische Lebensmittel ist. Hier wie da kann man sich gesund und ungesund ernähren. Und da Veganer nun mal nicht immer, aber oft ausgesprochen viel Gemüse essen, kann das schon mal nicht so schlecht sein. Vergessen darf man nämlich nicht, dass sich der durchschnittliche Normalesser auch nicht wirklich gesund ernährt und sich einen Teufel drum schert, ob seine Vitaminzufuhr ausreichend ist. Erstaunlicherweise wird es aber bei einem Menschen, der sich vegan ernährt, immer thematisiert. Ganz davon abgesehen: Warum wird eigentlich ausgerechnet Fleisch, Milch und Käse immer noch nachgesagt, sie seien gesund? Fleischskandale gab es mittlerweile ja wohl genügend, so dass das schon alleine deswegen bezweifelt werden muss. Hormone und Antibiotika sowie miserabelste Zustände in der Massentierhaltung, oftmals sogar auch beim Bio-Bauern um die Ecke tun ihr Übriges.

Protein
Vor allem das Protein macht Skeptikern Sorge. „Wo bekommst du denn dann deine Proteine her?“ Diese Vorstellung kommt noch aus der Zeit, zu den man annahm, dass Fleisch wichtig ist für den Muskelaufbaiu. Ein Blick ins Tierreich zeigt aber, dass Elefanten oder Gorillas, die ebenfalls Veganer oder zumindest fast Veganer sind, auch mehr als genug Protein bekommen. Eine mangelnde Schwäche kann man diesen beiden Tieren jedenfalls nicht ernsthaft nachsagen.

Viele Menschen wissen nicht, dass nicht nur Fleisch, Käse und Wurst Proteine beinhalten, sondern auch jede Menge davon in Gemüse steckt. Ja, wirklich: Brokkoli beinhaltet Eiweiß und das nicht wenig. Außerdem stecken Proteine auch in Hülsenfrüchten also Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen und somit natürlich auch im Tofu. Auch Getreide und Pseduogetreide enthält Protein. Im Übrigen wird der Proteinbedarf von den meisten Menschen total überschätzt. Wer nicht gerade Leistungssportler ist, braucht sich im Normalfall um seine Proteinzufuhr keine Gedanken machen. Mal ernsthaft: hast du schon einmal von einem Menschen gehört, der an Proteinmangel erkrankt oder gar gestorben wäre? Eben. Im Übrigen ist ein Zuviel an tierischen Proteinen schädlich. Man hat sogar festgestellt, dass pflanzliche Proteine für den menschlichen Körper gesünder sind als das tierische Pendant.

Vitamin B12
Jeder, der sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat, wird wissen, dass genau dies der Knackpunkt ist: Vitamin B12 ist nach derzeitigem Wissensstand tatsächlich ein Problem bei veganer Ernährung. Deswegen sollte es definitiv supplementiert werden. Aber keine Sorge: wer sich Gedanken macht, dass das unnatürlich ist, ein kleiner Hinweis: Kühe können zwar grundsätzlich Vitamin B12 selber herstellen, da sie aber heutzutage nicht mehr auf der Wiese, sondern nur noch im Stall stehen und kein frisches Gras fressen, ist ihnen dies, genau wie dem Menschen, nicht möglich. Die Folge: die Kuh bekommt Vitamin B12 über das Futter supplementiert. Der Fleischesser isst also das B12-Supplement über den Umweg Kuhfleisch. Fragt sich, ob das wirklich besser ist.

Ein Vitamin B12 Mangel kann langfristig tatsächlich fatale Folgen wie z.B Nervenschädigungen zur Folge haben und sollte deswegen unbedingt vermieden werden. Allerdings braucht es ein paar Jahre, bis der Speicher sich leert. Wenn du also erst seit ein paar Wochen Veganer bist, ist die Gefahr, einen B12 Mangel zu haben, eher gering – oder du hattest bereits vorher einen. Das Problem mit dem Vitamin B12 ist nämlich wahrlich keines, was nur Veganer betrifft. Auch viele Allesesser leiden darunter, mit dem Unterschied, dass man bei ihnen nicht so sehr darauf achtet. Wie gesagt: Veganer werden diesbezüglich normalerweise ganz besonders kritisch beäugt.

Eisen
Vegetarier haben tatsächlich manchmal Eisenmangel, was daran liegen könnte, dass sie viele Milchprodukte konsumieren und diese dem Körper Eisen entziehen. Nicht umsonst wird empfohlen, zu den Haferflocken morgens keine Milch, sondern lieber Orangensaft zu trinken. Vitamin C vereinfacht nämlich im Gegensatz zur Kuhnlich die Eisenaufnahme. Deswegen sollten Veganer bei einer ausgewogenen Ernährung eigentlich auch kein Problem mit dem Eisenwerten haben. Eisen steckt abgesehen vom Fleisch (und da in größeren Mengen auch nur in der Leber) nämlich auch in Kräutern, Gemüse und vielen Getreideflocken.

Kalzium
Nichts hält sich so hartnäckig wie die Annahme, dass Milch uns mit viel wertvollem Kalzium versorgt. Das mag zwar schon so sein, dass Milchprodukte viel Kalzium enthalten aber die Sache mit der Kalziumaufnahme ist etwas komplexer. Pflanzliches Kalzium wird vom Körper schlechter aufgenommen. Entscheidend ist aber auch die Ausscheidung. Diese steigt nämlich mit steigender Zufuhr an tierischen Proteinen und Kochsalz. Im Umkehrschluss heißt das, dass Menschen, die keine Tierprodukte konsumieren, auch deutlich weniger Kalzium ausscheiden. Wenn man davon ausgeht, dass Kalzium gegen Osteoporose schützt, dann ist es doch irgendwie verwunderlich, dass Menschen aus den westlichen Ländern deutlich öfter an Osteoporose leiden als Menschen in Asien, wo viel weniger Kuhmilch getrunken wird.
Kalzium steckt in Lebensmitteln wie Brokkoli, Mineralwasser, Mandeln, Feigen, Rucola, Sesam etc.
Normalerweise muss ich also ein Veganer auch um eine ausreichende Kalziumversorgung keine Gedanken machen.

Sinnvoll ist es übrigens ohnehin, wenn du einmal im Jahr oder aber zumindest alle zwei Jahre beim Arzt einem Blutbild machen und deine Werte checken lassen. Vitamin B12 ist allerdings nicht üblich, es sollte also extra erwähnt werden, dass auch dieser Wert getestet werden muss. Nur dann kannst du sichergehen, dass deine Versorgung mit den verschiedenen Gärstoffen auch wirklich ausreichend ist.

Worin verstecken sich tierische Produkte?

Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, wenn auf einem Orangensaft das vegan Siegel steht, handele es sich dabei um eine reine Werbemasche, da man ja schließlich – angeblich – damit wunderbar Geld verdienen kann. „Jetzt steht auch noch auf dem Orangensaft, dass er vegan ist – das soll ja wohl ein Witz sein“. Nein, soll es leider nicht. Was nämlich viele nicht wissen: Tierisches steckt in sehr vielen Produkten, wo wir nicht einmal andeutungsweise damit rechnen würden. Zum Beispiel im Orangensaft, richtig, und auch im Apfelsaft oder in anderen Saftarten, darüber hinaus auch im Essig oder im Wein.

Gelatine in Säften und Wein
Warum das so ist? Weil Säfte oftmals mit Gelatine geklärt werden, zum Beispiel klarer Apfelsaft. Bei Wein und Essig hingegen – und sogar bei Bier und das trotz des bestehenden Reinheitsgebots – werden oft Fischblasen verwendet, um die Trübstoffe herauszufiltern. Zwar werden diese nach dem Bearbeitungsprozess wieder entfernt – dennoch: wer wirklich konsequent vegan leben und somit auf Dinge verzichten will, bei denen Teile von toten oder lebendigen Tieren zum Einsatz kommen, der kauft so ein Produkt nicht.

Diverse tierische Zutaten im Brot
Auch das Brot ist nicht immer zwingend, so wie man meinen könnte, vegan. Erstaunlicherweise sind bei vielen Bäckern Eier, Milch oder auch mal Quark im Brot enthalten. Teilweise war es auch üblich, gemahlene Schweinsborsten beizumischen, was aber heute in den meisten Bäckereien nicht mehr gebräuchlich ist. Vorsicht auch bei Brezeln und Laugengebäck: hier steckt nämlich oftmals Schweineschmalz oder Milch drin. Hier hilft nur eines: nachfragen, welches Produkt vegan ist oder sich vom gewünschten Backartikel die Zutatenliste zeigen lassen.
Es soll sogar einige wenige Pizzerien geben, die ihren Pizzateig mit Ei herstellen, obwohl dies alles andere als üblich ist.

Chips
Viele Chips sind noch nicht mal vegetarisch! Warum? Weil sich hinter dem Begriff „Raucharoma“ oder „natürliches Aroma“ oftmals Zutaten tierischen Ursprungs verstecken genauer gesagt gibt es Chips Sorten, in denen Wildfleisch steckt. Grundsätzlich muss man also auch hier immer mit dem Schlimmsten rechnen. Darüber hinaus kommt in erstaunlich vielen Chips und anderen salzigen Knabberartikeln Milch vor – man kann sich zwar nur schwer vorstellen, was Milch in Chips zu suchen hat, es ist aber leider fakt.

Karmin – rote Farbe durch Läuse
Viele Getränke, die auffallend orange sind, dazu zählen Campari, Aperol und auch einige antialkoholischen Produkte, enthalten Karmin, ein Farbstoff, der aus roten Läusen gewonnen wird.

Gummibärchen
Dass in Gummibärchen oft Gelatine steckt, ist nichts Neues. Somit sind genau diese Sorten noch nicht einmal vegetarisch, da Gelatine ja ein Produkt vom toten Tier ist. Der Rest ist dann vielleicht vegetarisch, aber nicht vegan. Es lohnt sich auch hier immer ein Blick auf die Verpackung, denn es stecken öfter tierische Produkte drin, als man annehmen sollte.

Fertigsoßen
Achtung auch bei Fertigsoßen. Auf den ersten Blick ist hier nämlich nicht erkennbar, dass sie oftmals Fischsoße, Bestandteile von Krabben oder auch von Sardellen enthalten, in einigen Fällen auch Milch oder Milcherzeugnisse. Deswegen hilft auch hier nur ein genauer Blick auf die Zutatenliste.

Frühstücksflocken
Kaum vorstellbar, aber es gibt tatsächlich Frühstücksflocken, die nicht mal vegetarisch sind und das aus demselben Grund wie Gummibärchen: in ihnen steckt Gelatine. Genauer gesagt wurden sie mit einer Schicht aus Gelatine überzogen, damit sie besser glänzen oder damit der Zucker besser daran haftet. Schon erstaunlich, was sich manche Lebensmittelhersteller so alles einfallen lassen, oder?

Käse
Okay, Käse ist nicht vegan und gehört demzufolge eigentlich nicht in diese Liste. Was viele Vegetarier aber nicht wissen: sehr viele Käsesorten sind nicht vegetarisch. Und zwar deswegen, weil für die Herstellung Lab verwendet wird. Lab wird aus dem Magen toter Kälber gewonnen. Somit steckt in vielen Hartkäsesorten das Teil einem toten Tierbaby. Ehrlich gesagt keine wirklich schöne Vorstellung, oder? Aber auch das müsste auf dem Etikett angemerkt sein.

Wie ist das mit den natürlichen Aromen?
Natürlich Aromen können zwar durchaus vegan sein, müssen es aber nicht. Steht auf einem Produkt als die Zutat natürliches Aroma, ist Vorsicht geboten. Durchaus ist denkbar, dass genau dieses Aroma aus totem Tier gewonnen wurde.

Klar stellt sich ganz davon abgesehen, wie „eng“ man es mit dem Veganismus sieht. Manch einem mag es völlig übertrieben vorkommen, wenn ein Veganer im Restaurant fragt, ob der im Salat verwendete Essig wirklich vegan sei. Wie jeder das für sich handhabt, ist persönliche Ermessenssache. Tatsache ist aber, dass das Produkt im engsten Sinne eben nicht mehr vegan ist. Jemand, der ausschließlich vegane Produkte zu sich nehmen will und dies auch sehr ernst nimmt, wird die Finger davon lassen. Und das ist immer noch für jeden eine ganz persönliche Entscheidung, wie genau er hinschaut und wie konsequent er solche Produkte vermeidet. Verwerflich oder extrem ist daran nämlich eigentlich nichts.
Im Zweifelsfall hilft übrigens, wen du absolut sichergehen willst und aus dem Etikett nicht schlau wirst, nur eine Produktanfrage beim Hersteller.

 

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